Von außen kommt dem Menschen nie sein Glück. (L. Schefer, Laienbrevier)
Jemand, der Multiple Sklerose hat, ist nicht ein Träumer, ein Spinner oder Phantast, wenn er täglich darum bemüht, sich in einem positiven Denken zu üben. Was wir denken bestimmen wir selbst! Und wir fühlen uns so, wie wir denken! Wenn wir morgens aufstehen und erschrocken feststellen, dass es uns noch schlechter geht als am vorigen Tag, sodass wir sofort meinen: "Morgen ist es bestimmt noch schlechter, bei MS geht es eben kontnuierlich abwärts", dann gehören wir zu den Pessimisten, denn wir bestimmen durch unsere Gedanken, was morgen sein wird.
Das positive Denken wischt nun nicht einfach die Tatsachen des heutigen Tages vom Tisch, sondern der Optimist erkennt deutlich, dass es ihm im Moment schlecht geht. Aber er ruht sich nicht bei diesem Gedanken aus, sondern appeliert an sich und ermahnt sich selber, dass er darauf Einfluss hat, wie sich bestimmte Symptome, die aufgetreten sind und ihn ängstigen, in Zukunft verhalten und wie er darauf reagieren will. Nimmt er sie hin mit der deprimierten Einstellung, dass das notwendig so kommen musste oder versucht er entweder das verloren Geglaubte durch Üben wieder zu erlangen oder versucht einen kompatiblen Ersatz für das verloren Gegangene zu finden.
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